Stadtschreiberin an der Villa Rosenthal, Jena 2024/25

Erhalt des Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiums im Bereich Literatur & Stadtschreibung an der Villa Rosenthal der Stadt Jena

Begründung der Fachjury:
„Andra Schwarz´ lyrische Erkundungen „des weiblichen Verlöschens“ überzeugen vor allem durch die sprachlich konzise Bearbeitung eines gewichtigen feministischen Themas ohne politisch und plakativ zu wirken. In den Gedichten wird einerseits eine persönliche Haltung deutlich. Andererseits transportieren sie eine Stimmung, die Leser:innen zu einer genauen Lektüre einladen, die oft zu unerwarteten Einsichten führt. Als innovativ zu werten ist, dass sich die Gedichte auf Installationen von Louise Bourgeois beziehen, wobei Andra Schwarz das Kunststück gelingt, diese Werke zu begleiten, ohne dabei deren Offenheit und Rätselhaftigkeit anzutasten. Leser:innen werden konfrontiert mit spannenden Wechselspielen zwischen Lyrik und Bildender Kunst als verschränkten, doch immer eigenständig bleibenden künstlerischen Produktionen. Die hier – auch aufgrund der gesangsartigen und graphischen Struktur – entstehende Medialität betont den konzeptuellen Gesamtansatz mit seinen verschiedenen thematischen Anknüpfungspunkten und Zugängen. Die Ausgestaltung und Weiterentwicklung dieses Projekts ist nach Einschätzung der Jury daher unbedingt förderungswürdig.“

Gremium: Evelyn Meyer – Ernst Abbe Bücherei Jena, Dr. Johanna Bohley – Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dr. Volha Hapeyeva – Autorin, Übersetzerin, Linguistin sowie Clara- und-Eduard-Rosenthal-Stipendiatin 2023/24, Prof. Dr. Nina Birkner – Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dr. Dirk Skiba – Friedrich-Schiller-Universität Jena

Nachzulesen in der Thüringer Allgemeine und zu hören bei MDR Kultur trifft im Radio.

Residenz am Edith-Stein-Haus, Wrocław (Breslau/Polen)

Zweimonatiges Aufenthaltsstipendium (Mai-Juni 2024) der Kulturstiftung Sachsen am Edith-Stein-Haus, der Gedenk- und Begegnungsstätte in Erinnerung an die deutsch-jüdische Philosophin und Frauenrechtlerin Edith Stein.

10. Juni 2024 Lesung aus dem Debüt „Am morgen sind wir aus glas“ (poetenladen 2017) und „Tulpa“ (poetenladen 2023) mit Gespräch über die eigene Poetik am Institut für Germanistik der Universität Wrocław unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Wojciech Kunicki und der Übersetzerin Ewa Szymani.

22. Februar 2024 Erich Kästner Museum, Dresden

Eröffnung des Festivals zum 125. Geburtstag von Erich Kästner am 22. Februar 2024


19Uhr Dialog-Nacht zu Erich Kästner mit Manuela Bibrach, Kaddi Cutz, Andra Schwarz, Volker Sielaff, Patrick Wilden und Michael Wüstefeld. Moderation: Michael Ernst.
Musik: Sofia Savenko (Sopran) und Leonard Martynek (Klavier) vom Jungen Ensemble der Semperoper Dresden

Andra Schwarz: Lesung aus dem „Blauen Buch“ – dem Geheimen Tagebuch von Erich Kästner mit Auszügen zur Bombardierung Dresdens 1945 und eigenen Gedichten als Reaktion auf die Invasion Russlands in die Ukraine

Besprechungen von dem Gedichtband „Tulpa“ (poetenladen 2023)

Rezension „Tulpa: Die magische Welt unserer Träume und Gefühle“ von Ralf Julke in der Leipziger Zeitung (07.02.2023)

Rezension „Willkommen in der Blackbox“ von Christian Metz in der Frankfurter Allgemeine (27.06.2023)

Rezension „Der Körper als Kampfzone“ von Manfred Roth auf Literaturkritik (12.07.2023)

Sendung „Lyrikgespräch“ im Büchermarkt mit Maren Jäger und Alexandru Bulucz über Andra Schwarz: „Tulpa“ (Poetenladen) und Thilo Krause: „Dass uns findet, wer will“ (Hanser) auf Deutschlandfunk, Moderation: Jan Drees (27.07.2023)

Buchkritik „Horror und Bedrängnis“ von Helmut Böttiger auf Deutschlandfunk Kultur im Literaturmagazin Lesart (28.07.2023)

Interview „Die Instabilität von Wirklichkeit zeigen“ mit Joachim Kern über „Tulpa“ im Leipziger Stadtmagazin Kreuzer (01.09.2023)

Rezension Tulpa. Andra Schwarz auf dem Lyrikblog Pfauenwasser von Kerstin Fischer (17.10.2023)

Rezension „Mehr als ein Tabu“ von Patrick Wilden in der Winterausgabe von Signum – Blätter für Literatur und Kritik (02.2024)









Juli 2023 Musiktheater „The Ingabo – A night to fall“

Aufführungen von dem trankulturellen Musiktheater „The Ingabo – A night to fall“ in Kooperation mit Kommen und Gehen- Das Sechs-Städtebund-Festival, dem Gerhart Hauptmann Theater Görlitz-Zittau und Umunyinya asbl Bujumbura (Burundi). Text von Rivardo Niyónīzígiye und Andra Schwarz über den burundischen Widerstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Ostafrika.

Ein Beitrag über das Stück auf Deutschlandfunk und der Tagesschau

1-2.7.23 20Uhr Klosterhof Zittau
5-6.7.23 20Uhr Vorplatz Lindenmuseum Stuttgart
8.7.23 18Uhr und 22Uhr Via Thea, Görlitz
9.7.23 28Uhr Theatergarten, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen